VORTRAG „DAS FERNSEH-INTERVIEW: STRUKTUR UND STRATEGIE“

VORTRAG „DAS FERNSEH-INTERVIEW: STRUKTUR UND STRATEGIE“
29 Ноября 2019

Im Rahmen der MEMUMO 2019 (wissenschaftliche Nachwuchsschule des SCoDis-Zentrums „Methods of Multimodal Communication Research“) hielt Dr. Andreas Turnsek, Fernsehautor des WDR und Lehrbeauftragter der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, den Vortrag zum Thema „Das Fernseh-Interview: Struktur und Strategie“.

Wie bereitet man sich als Interviewer auf ein Gespräch vor? Soll man seinen Gesprächspartner über die geplanten Gesprächsthemen informieren? Wann fängt ein Interview an und wie kommt man ins Gespräch? Wie wird das Vertrauen zum Gesprächspartner aufgebaut? Was kann ein Interviewer machen, wenn die Antwort verweigert wird? Gibt es ein „Patentrezept“ für ein erfolgreiches Interview? Warum ist ein kreatives Improvisieren im Interview genauso wichtig wie ein sorgfältiges Vorbereiten?

Die Teilnehmer bekamen die Antworten auf diese und viele anderen Fragen. Erörtert wurde darüber hinaus die Rolle des Settings (zeitlich-räumliche Bedingungen) und der non-verbalen Sprecher-Hörer-Koordination im Gespräch. Der Blickkontakt (oder sein Fehlen), das Kopfnicken, Hand- und Körperbewegungen, aber auch das Schweigen, sind meistens kommunikativ.

Wie können Kopf- und Handbewegungen das Gespräch steuern? Wie kann der emotionale Zustand des Gesprächspartners non-verbal signalisiert werden? Warum darf nicht jedes Schweigen unterbrochen werden? Zahlreiche Beispiele für non-verbale Sprecher-Hörer-Koordination wurden anhand der Interviews behandelt, die Andreas Turnsek zu unterschiedlichen Zeiten mit Wim Wenders, Udo Lindenberg, Altkanzler Gerhard Schröder geführt hat. Anschließend fand ein Meinungsaustausch zwischen den Teilnehmern statt.

Das Organisationsteam dankt Dr. Andreas Turnsek und allen Beteiligten!

Rückmeldungen der Teilnehmer

„Ich möchte mich herzlich bei Dr. Andreas Turnsek für den Vortrag "Das Fernseh-Interview: Struktur und Strategie" bedanken. Besonders interessant waren die Kommentare zu den Videos, weil sie auf der spannenden Berufserfahrung des Interviewers beruhten. Außerdem war der Vortrag nicht nur interessant, sondern auch sehr informativ. Wir haben im Rahmen des Studienplans über Wim Wenders gelesen und seine Werke besprochen aber ich wusste nicht, dass er in Deutschland fast ein Nationalheld ist“.

Gruppe 0-16-5 (7. Semester, Germanistik- und Anglistikstudium)

„Den Vortrag "Das Fernseh-Interview: Struktur und Strategie" habe ich informativ und zugleich emotional gefunden. Ich möchte mich bei Dr. Andreas Turnsek dafür sehr herzlich bedanken. Jetzt stellen wir uns etwas genauer vor, wie viel getan werden muss um ein gutes Interview vorzubereiten. Das Resultat der Arbeit hängt natürlich vom ganzen Team ab. Es war besonders interessant zu erfahren, wie man das Vertrauen eines Menschen gewinnen kann, wenn man ihn interviewen will. Der gute Interviewer ist sehr kreativ und weiß, welche Fragen und auf welche Weise er stellen kann. Das letzte Interview mit dem Mann, der seine Frau im Flugzeugabsturz verloren hatte, war sehr emotional. Ich war von seiner Geschichte bewegt. Dass der Mann so viel Persönliches über sich erzählte, ist dem Interviewer zu verdanken. Ich glaube, es war schwer die nötigen Worte in solcher Situation zu finden. Dieses Interview lässt keinen Menschen gleichgültig“.

Gruppe 0-16-5 (7. Semester, Germanistik- und Anglistikstudium)

Sehr geehrter Herr Dr. Turnsek,

wir bedanken uns bei Ihnen für die interessante Vorlesung! In diesem Brief möchten wir unsere zahlreichen Eindrücke zusammenfassen.

Sie haben einen faszinierenden Beruf. Wir waren überrascht, wie viele komplizierte Strategien und Taktiken in einem Interview eingesetzt werden können. Das ist wohl eine Art Kunst, das Interview so zu gestalten, dass es die Persönlichkeit des interviewten Menschen widerspiegelt. So haben wir im Interview mit Udo Lindenberg sofort gesehen, dass er ein ganz einzigartiger Mensch ist.

Außerdem haben wir gefühlt, dass Ihre Arbeit Ihnen Spaß macht. Dabei können die Situationen, mit welchen Sie konfrontiert werden, erschütternd sein. Trotz der Schwierigkeiten, die Sie oft zu bewältigen haben, sind Ihre Interviews kreativ und für die Zuschauer interessant. Das ist zu respektieren.

Ihre hilfreichen Hinweise darüber wie ein Gespräch gestaltet werden kann, können wir in unserem zukünftigen Berufsleben gebrauchen.

Vielen Dank für Ihre Vorlesung und Ihr Bemühen alle unseren Fragen ausführlich zu beantworten.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Arbeit!

Gruppe 0-17-5 (5. Semester, Germanistik- und Anglistikstudium)




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